Beiträge von Nite

    Und wenn man es nicht lernen will, sondern lediglich eine Kampfkunst erlernen möchte

    Dann ist das völlig in Ordnung, solange sich diese Person nicht der Illusion hingibt dass das was man da tut irgendetwas mit "Kampf" zu tun hätte. Es ist dann halt nur noch Bewegungskunst.

    Zitat

    außer z. B. beim Boxen, dessen Repertoire sowohl im Training, im Wettkampf und im Ernstfall völlig identisch eingesetzt wird

    Judo, Ringen, BJJ, Sambo, Muay Thai, die Liste ließe sich vermutlich beliebig fortsetzen.

    Zitat

    dessen Repertoire sowohl im Training, im Wettkampf und im Ernstfall völlig identisch eingesetzt wird.

    Wenn das Repertoire in Training und Ernstfall nicht völlig identisch eingesetzt wird stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Trainings. Das in der Welt der Kampfkünste viele Leute herumlaufen die sich in dieser Hinsicht etwas vor machen ist ebenfalls so.
    Auch in der SV wird man nicht fit wenn man das gelernte nie unkooperativ übt.

    Zitat

    Dafür gibt es einfach zu viele Menschen, die nie eine Kampfkunst trainiert haben und dennoch in einem Ernstfall "gewonnen" haben.

    Es gibt auch Leute die ins Wasser gefallen sind und sich über Wasser halten konnten ohne je gelernt zu haben zu schwimmen, trotzdem kommt niemand auf die Idee durch Trockenschwimmen zu kernen wie man schwimmt.

    ... aber für die 'Wasserverweigerer' gibt es doch immer noch die Möglichkeit,

    an Trockenschwimmübungen teilzunehmen, wie z.B. hier ;)

    So wird man allerdings nie Schwimmen lernen.
    Ist alles völlig in Ordnung solange man ehrlich zu sich selber ist. Kenne da eine Tai Chi-Gruppe, die haben gar nicht den Anspruch dass das was sie tun etwas mit Kampf zu tun hat, und dann ist das ja auch total in Ordnung. Wenn man sich Illusionen hingibt kann es halt gefährlich werden.

    Um bei Kajiheis Beispiel zu bleiben:
    "geht man Schwimmen wird man nass"

    Will man lernen zu Kämpfen, ganz gleich mit welchen Mittel, ist das Üben in unkooperativen Settings (ergo Sparring), der Sprung ins Wasser, unerlässlich, ansonsten bleibt es Theorie und Gymnastik.

    War scheinbar nötig bei der Ansammlung an Strohmannargumenten.

    Und unter diesen Voraussetzungen macht es auch wenig Sinn zu versuchen irgendetwas zu erklären, wenn man danach mit Strohmannargumenten konfrontiert wird die mit dem was man tatsächlich geschrieben hat nichts zu tun haben.

    Du hattest vergessen, mir zu erklären, was eine "optimierte Technik" ist. Ich wüßte auch gerne, wie du erklärst, warum Boxkämpfe, z. B. bei Profis, über 12 Runden gehen . Deiner Aussage nach müsste das bei Fortgeschrittenen anders sein. Sind beim Boxen selbst Fortgeschrittene Anfänger oder wie ist das zu erklären?

    Einfach noch mal genau lesen was ich geschrieben habe.

    Was trifft, trifft, jo, und treffen geht mit sauberer Technik wesentlich besser. Mit "nur draufkloppen" beeindruckt man vielleicht Anfänger, während bei einem Fortgeschrittenen das Draufgekloppe ins Leere läuft und der Klopper früher oder später eine kassiert.

    Sparring habe ich z. B. im Taekwondo, im Thaiboxen, im Boxen, in den FMA, im JKD und im Ju-Jutsu mitbekommen. Überall führte es zu einer völligen umkehr dessen, was man im Training gelernt hat.

    Wenn das passiert hat es in der Regel zwei Gründe:

    a) den Sparrenden fehlt Erfahrung und Routine. Das kann man leicht abstellen.

    b) das was vorher im Training gelernt wurde ist nicht realitätsnah.

    So z. B. muss man beim Sparring nicht besonders sauber arbeiten.

    Doch, eigentlich schon. Es gibt einen Grund warum es eine Idealform gibt wie Techniken optimalerweise ausgeführt werden.

    Nennen wir es doch beim Namen: in genanntem Topic wurden in einer Tour Nebenschauplätze eröffnet die nichts mit dem Thema zu tun hatten.


    Es steht ja jedem frei Topics zu diesen Themen (Geschichte des TKD, Verbandsgeschichte, etc.) zu eröffnen.

    Einschränkungen kamen doch erst durch die Versportlichung. Was vorher angestellt wurde, heute undenkbar. kaputter Arm ? Kann vorkommen.

    Technische Einschränkung und Trainingshärte sind erst einmal zwei völlig verschiedene Dinge.


    Choi hat konkret geschrieben:

    Zitat

    Thus, in free sparrîng, both participants are completely

    free to attack and defend with all available means and methods with only one condi-

    tion that the attacker must stop the striking point just before hitting the vital spot.

    Und wenn ich mir das 0-Kontakt-Sparring der ARVN Rangers anschaue, da geht es in jedem modernen Wettkampftraining mehr zur Sache.

    Verbände sind für das was ich geschrieben habe völlig unerheblich.

    Bevor es überhaupt Wettkämpfe im TKD gab war Sparring bereits als Übungsform (!) üblich, anscheinend ohne Einschränkungen des technischen Repertoires. Dementsprechend ist Sparring nicht mit Wettkampf gleichzusetzen sondern kann eine Vielzahl von Ausprägungen annehmen.

    Echt Kevin, du eierst wieder nur um das Huhn herum.

    Niemals! War vom General beabsichtigt TKD so in sich aufzugliedern wie du es machst. Alles, Hyong/Pomsae, Taeryion,.... alles zusammen ist TKD.

    Dazu kommt auch dass die Gleichsetzung von Sparring und Wettkampf zwar eine weitverbreitete Erscheinung ist, aber kaum im Sinne des Generals war.

    In seinem grünen Buch finden sich zum Thema Freikampf keine Regeln, im Text werden in Beispielen allerdings Handkantenschläge erwähnt und die Tecchnikbeispiele zeigen u.a. einen Frontkick zum Unterleib ("stomp the groin" *scnr*).


    Das nur zur (in Foren schon oft geführten) Sparrings-Diskussion.